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Wie läuft eine „Coach13“-Trainingseinheit nach Martin Hinteregger Osttirol ab?

Gerade voll im Trend und angesagt bei der Fußballjugend ist die Trainingsmethode Coach13. Trainiert wird dabei nicht gezielt eine bestimmte Fußballtechnik, sondern ganzheitlich und gerade deshalb ist es auch besonders effektiv. Technik, Koordination, Schnelligkeit, Motivation und dazu kommt die professionelle Videoanalyse und Auswertung der Gesamtleistung im Team.

Lesen Sie hier, wie eine solche Trainingseinheit in der Praxis konkret abläuft, von der Ankunft bis zum abschließenden Cool-down, und wie Martin Hinteregger und seine Fußballstiftung dieses moderne Fußballtraining für Kinder zum absoluten Highlight verwandelte.

Coach13 kurz erklärt: Worum geht’s, für wen ist es gedacht?

Coach13 ist ein Individualltraining im Fußball, das sich speziell an junge Spieler richtet. Kinder und Jugendliche lernen damit, Fußballtechnik und Teamgeist als Ganzes zu sehen.

Coach13 ist kein Standardtrainingsprogramm, sondern setzt ganz gezielt auf die individuelle Entwicklung jedes Teilnehmers. Die Basis bilden das bisherige Können, bereits erlernte Fähigkeiten und Schwächen. Darauf wird im Training aufgebaut, etwa um die Ballbeherrschung zu verbessern oder gezielt die Koordination und mentale Stärke (Teamgeist) zu fördern.

Jeder Spieler ist immer nur so gut wie sein Team. Wenn alle miteinander harmonieren, klappt es am Ende auch mit den Toren. Am effektivsten trainieren Kinder diese Methode zum Beispiel in Osttirol, wo regelmäßig regionale Trainingslager und Fußballcamps zum Individualtraining im Fußball angeboten werden.

So ist die Einheit aufgebaut: Phasen und Ziele

Jedes Coach13-Training ist in verschiedene Einheiten gegliedert. Dabei geht es nicht darum, starre Zeitregeln einzuhalten, sondern die einzelnen Phasen der Trainingseinheit flexibel zu durchlaufen.

Ein typischer Ablauf im Training sieht folgendermaßen aus:

  • In der ersten Phase kommen alle an und konzentrieren sich auf die geplante Trainingseinheit.
  • Als Nächstes wird ein kurzes Aufwärmtraining mit dem Ball durchgeführt. Es folgen gezielte Koordinationsübungen, Pässe, Schnelligkeit Training und Reaktionsübungen.
  • Danach kommt das spielnahe Training: Mannschaften treten gegeneinander an, um das zuvor Gelernte direkt in der Spielpraxis umzusetzen.
  • Zum Schluss folgt ein Cool-down zum Abkühlen.
  • Eine kurze Reflexion mit dem Trainer hilft bei der Analyse, wie das Techniktraining im Fußball und die gesamte Einheit insgesamt gelaufen sind.

Beispielstruktur einer Coach13-Einheit:

Phase Ziel Inhalte (Beispiele) Dauer (typisch)
Fokus-Start Konzentration, Team kurze Ansage, Tagesziel 5–10 min
Warm-up mit Ball Aktivierung Mobilität + Ballführung 10–15 min
Koordination Fußarbeit + Rhythmus Leiter, Hürden, Richtungswechsel 10–15 min
Technik Ballkontrolle Ersteer Kontakt, Dribbling,  Passübungen 20–30 min
Schnelligkeit Explosivität 5–15 m, Reaktion, Antritte 10–15 min
Spielpraxis Entscheidungen Kleinfeldspiele, Drucksituationen 20–30 min
Cooldown Regeneration Auslaufen, Mobilität 5–10 min
Mini-Review Lernen sichern 2–3 Learnings, optional Clip 5–10 min

Digitale Ablenkung vs. Trainingsfokus

coach13

Besonders Kinder und Jugendliche haben noch eine deutlich kürzere Aufmerksamkeitsspanne als erwachsene Spieler. Es ist daher sehr von Vorteil, wenn das Training möglichst strukturiert und in kleine Einheiten verpackt wird.

Ein strukturiertes Training wie Coach13 mit Fokus auf Teamgeist kann sogar ganz gezielt gegen Konzentrationsschwierigkeiten wirken, abseits der üblichen „Belohnungsschleifen“ durch Bildschirme, Handy und Tablets, mit denen viele Menschen heute viel zu viel Zeit verbringen.

Auch die Unterhaltungsbranche setzt bekanntermaßen gezielt Anreize, wie etwa Gratis Spins für deutsche Spieler im Online Casino, um Nutzer länger am Bildschirm zu halten. Da kommt ein sportlicher Trainingsfokus mit viel Bewegung als gesundes Gegengewicht Spielern jedes Alters zugute.

Technikblock im Detail: Passübungen und erster Kontakt

Die richtigen Pässe zu spielen, ist ganz entscheidend für ein erfolgreiches Spiel. Dabei gibt es verschiedene Muster für Passübungen, nach denen diese ablaufen können. Wichtig ist, dass das ganze Team die Spielübersicht behält, auf die eigene Körperhaltung achtet und im genau richtigen Tempo, auch unter Druck, Bälle annimmt sowie an andere Spieler im Team im richtigen Moment abgibt.

Geübt wird beim Techniktraining im Fußball zum Beispiel gezielt der Dreieckspass mit „drittem Mann“, Rondo 4 gegen 1 beziehungsweise 5 gegen 2 oder auch das Muster Klatsch-Steck, für das ebenfalls eine gute Koordination im Fußball nötig ist.

Passformen und Coaching-Hinweise:

Übung Lernziel Typischer Fehler Coaching-Hinweis
Dreieckspass Körperstellung frontal stehen „offen stehen“
Rondo 4v1 / 5v2 Druckresistenz zu viele Kontakte „1–2 Kontakte“
Klatsch-Steck Timing Pass zu früh/spät „Schulterblick“

Koordination im Fußball und Life-Kinetik: Warum das funktioniert

Bei dieser Trainingsmethode basiert der Erfolg auf der Life-Kinetik-Methode. Life Kinetik ist ein sogenanntes Dual-Task-Training. Das heißt, Bewegung und Denken, also kognitive und mentale Leistungen, werden bewusst miteinander kombiniert.

Dadurch ergeben sich gleich mehrere Vorteile für die Trainingsteilnehmer, etwa schnellere Reaktionen, ein schnelleres und besseres Scannen von Informationen sowie eine höhere Entscheidungsgeschwindigkeit. Typische sind spezielle Zurufe während der Koordinationsübungen, die die Spieler direkt ansprechen, aber auch Spiegelreaktionen und gezielte Übungen zur Ballkontrolle.

Schnelligkeitstraining ohne Überlastung

Auf dem Platz blitzschnell zu reagieren und Schüsse in Tore zu verwandeln, dafür sind Reaktionsfähigkeit, aber auch Konzentration und Technik gefragt. Ein spezielles Schnelligkeit Training trainiert genau das, ohne den Körper zu überlasten.

Um das Schnelligkeitstraining sinnvoll in das Training von Jugendlichen zu integrieren, werden gezielt Läufe über kurze Distanzen (5–15 m) trainiert. Dabei kommt es vor allem auf einen kraftvollen Antritt mit der richtigen Körperhaltung an. Im Fokus steht klar Qualität vor Quantität und nach einer intensiven Einheit muss eine vollständige Erholung folgen. Dabei ist die Koordination im Fußball zusammen mit einem Techniktraining im Fußball ganz entscheidend. Es kommt also nicht nur reines Lauftraining infrage.

Spielpraxis mit Prinzipien

Einfach nur auf dem Platz zu kicken, ist nicht das Ziel eines professionellen Fußballtrainings. Denn das im Kurs gelernte Wissen und das Techniktraining im Fußball sollen auch in der Spielpraxis gekonnt umgesetzt werden.

Dafür eignen sich besonders Spiele auf kleinen Feldern. Gespielt wird mit strengen Regeln, etwa mit einem Berührungslimit, festgelegten Spielzonen oder speziellen Torregeln, sodass schnelle Entscheidungen erzwungen werden. Dadurch wird das Spiel besonders effektiv.

Gleichzeitig stärkt diese Form des Trainings den Teamgeist und das Selbstvertrauen der Spieler, wenn das zuvor Gelernte auch praktisch auf dem Spielfeld umgesetzt wird und vielleicht sogar erste Siege über die Gegner errungen werden. Gerade diese klaren Prinzipien helfen den Spielern, Spielsituationen schneller zu erkennen und automatisch richtig zu reagieren. Die Abläufe aus dem Training gehen Schritt für Schritt in Fleisch und Blut über. So entsteht aus einzelnen Übungen ein echtes Spielverständnis, das sich auch in normalen Wettkämpfen auszahlt.

Die Analyse bleibt dabei bewusst kurz und verständlich, damit besonders Kinder und Jugendliche die wichtigsten Punkte sofort erfassen können. Statt langer Besprechungen stehen wenige, klare Lernimpulse im Mittelpunkt. So erkennen die Spieler schnell, was sie beim nächsten Training oder Spiel noch besser machen können.

Videoanalyse im Coach13-Stil: kurz, kindgerecht, und effektiv

Eine kurze Videoanalyse im Fußball nach dem Training kann viel bewirken. Zum einen zeigt sie klar und deutlich, was gut oder schlecht läuft. Kurze Feedbackschleifen, etwa einzelne Clips aus dem Spiel mit einem bestimmten Fokuspunkt oder einem konkreten Handlungsschritt (z. B. Scan, Körperhaltung, erste Reaktion) lassen sich so sehr gut im Anschluss an die Coach13-Einheit analysieren. Dadurch werden die Spieler im Lernprozess unterstützt, ohne dass sie dabei unter Druck geraten.

Videoanalyse – 3 einfache Fokusfelder:

Fokus Leitfrage Mini-Ziel
Schulterblick „Hast du vorher gescannt?“ 1 Scan vor Annahme
Körperstellung „Offen oder geschlossen?“ erste Aktion nach vorne
Entscheidung „Wie schnell löst du?“ weniger unnötige Kontakte

Individualtraining innerhalb der Gruppe: So entsteht echter Fortschritt

Bei Coach13 handelt es sich um einen Mikro-Coaching-Ansatz, also kleine Einheiten, in denen gezielt etwas geübt wird, theoretisch und praktisch in der Gruppenübung. Dabei wird zunächst genau erklärt, dann etwa 20 Sekunden geübt. Es folgt eine individuelle Korrektur für jeden Spieler, anschließend eine weitere Wiederholung. Das Ganze wechselt so lange, bis die Übung sicher sitzt.

Diese Art von Individualtraining unterscheidet sich stark von normalen Trainingseinheiten im Verein, bei denen meist die ganze Gruppe gemeinsam trainiert und bewertet wird. Trainern fehlt dort oft die Zeit für individuelles und persönliches Feedback für jeden einzelnen Spieler.

Das Individualtraining im Fußball sorgt dafür, dass das Team als Ganzes, aber auch jeder Einzelne echte Fortschritte erzielt, oft deutlich schneller als beim üblichen Fußballtraining.

Quellenbasierter Kontext (lokaler Bericht)

Dass die Coach13-Struktur beim Training für schnelle Erfolge sorgt, zeigt sich immer häufiger in der Praxis. So lässt sich etwa auch im Bericht über Coach13-Training in Osttirol erkennen, dass der Fokus auf Technik, Koordination, Schnelligkeit, Life-Kinetik und Videoanalyse regelmäßig gute Ergebnisse bringt, zum Beispiel als Projekt von Martin Hinteregger. 

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