Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen – so gelingt die Pflege ganz einfach
Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen – Die Amaryllis, botanisch Hippeastrum und oft auch Ritterstern genannt, gehört zu den beliebtesten Winterblühern. Mit ihren großen Blüten in Farben wie Rot, Weiß, Rosa oder mehrfarbigen Varianten sorgt sie für eine prächtige Blüte in der Adventszeit. Doch viele fragen sich jedes Jahr aufs Neue, wie man eine Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen kann.
Dieser Artikel erklärt Schritt für Schritt, wie die Amaryllis gepflegt, gegossen, gedüngt, umgetopft und in die nötige Ruhephase geschickt wird. Mit der richtigen Pflege lässt sich die Amaryllis problemlos viele Jahre kultivieren, sodass sie jedes Jahr erneut zum Blühen kommt und lange Freude bringt.
Wie funktioniert die Blüte der Amaryllis und warum ist die Ruhephase so wichtig?
Die Amaryllis stammt aus Südamerika und wächst in ihrer Heimat in warmen Regionen mit ausgeprägter Trockenzeit. Die Zwiebel der Amaryllis ist ein Speicherorgan, das Wasser und Nährstoffe einlagert. Die Blütezeit fällt in die Wintermonate, wenn die Pflanze in der Wohnung bei etwa 20 Grad optimale Bedingungen findet. Damit die Amaryllis erneut blühen kann, benötigt sie eine Ruhephase, in der sie Kraft sammelt und sich regeneriert.
Während der Ruhephase zieht die Pflanze ihre Energie aus dem verwelkten Laub zurück in die Zwiebel. Die Ruhephase dauert etwa zwei bis drei Monaten, in denen kaum gegossen wird und die Amaryllis an einem kühlen Ort steht. In dieser Zeit bereitet sich die Zwiebel darauf vor, neue Blütenstiele zu bilden. Ohne Ruhephase blüht die Amaryllis im nächsten Jahr nicht zuverlässig.
Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen – die Wachstumsphase

Die Wachstumsphase beginnt nach dem Einpflanzen der Amaryllis-Zwiebeln in frische Blumenerde. Eine Amaryllis im Topf benötigt einen hellen Ort und etwa 20 Grad Celsius, damit sich der Blütenstiel entwickelt. Stellen Sie die Amaryllis an einen hellen Ort, vermeiden Sie aber direkte Heizungswärme. Sobald die Blütenstiele etwa zehn Zentimeter hoch sind, kann die Pflanze regelmäßig gegossen werden.
Eine Amaryllis benötigt während der Wachstumsphase ausreichend Licht und eine mäßige Wassergabe. Zu viel Wasser führt dazu, dass die Zwiebel faulen kann. Gießen Sie die Pflanze sparsam und nur direkt an die Erde, nicht über die Zwiebel. Sobald die Blütezeit beginnt, wird die Pflanze regelmäßig gegossen und etwa alle zwei Wochen gedüngt. Durch richtiges Gießen und Düngen bleibt die Amaryllis kräftig und bildet prächtige Blüten.
Wie gießt man die Amaryllis richtig?
Das richtige Gießen ist entscheidend, um die Amaryllis zum Blühen zu bringen. In der Anfangsphase nach dem Einpflanzen wird kaum gegossen. Sobald der Blütenstiel erscheint, wird mäßig gegossen, aber Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Amaryllis gießen bedeutet immer: wenig Wasser, aber regelmäßig.
Beim Gießen sollte die Erde leicht feucht bleiben, aber niemals nass. Gießen Sie die Pflanze regelmäßig, aber nur so viel, dass die Erde nicht durchnässt wird. Wenn Sie die Amaryllis richtig pflegen möchten, achten Sie darauf, dass Wasser nicht in die Zwiebel eindringt, denn dadurch fault die Zwiebel. Während der Blühphase benötigt die Pflanze etwas mehr Wasser, aber auch hier gilt: lieber weniger gießen als zu viel.
Was tun, wenn die Amaryllis verblüht ist?
Sobald die Blüte verwelkt, schneiden Sie die Blütenstiele direkt an der Basis ab. Die Amaryllis verblüht, aber das Laub bleibt bestehen und ist jetzt besonders wichtig, da die Pflanze darüber Energie für das nächste Jahr sammelt. Schneiden Sie die Blätter nicht ab, solange sie grün sind.
In dieser Phase sollte die Amaryllis regelmäßig gegossen und gelegentlich gedüngt werden. Die Blätter ziehen die Nährstoffe in die Zwiebel, damit die Pflanze im nächsten Jahr wieder blühen kann. Sobald das Laub gelb wird, beginnt langsam die Ruhephase. Dann wird weniger gegossen und die Pflanze kann später an einen kühlen Ort gestellt werden.
Wie überwintern man die Amaryllis richtig?
Um eine Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen zu bringen, muss die Zwiebel eine Ruhephase durchlaufen. Sobald die Blätter gelb werden und einziehen, wird das Gießen eingestellt. Die Zwiebel wird trocken und kühl gelagert, idealerweise bei 15 Grad oder darunter. Wer keinen Keller hat, kann die Amaryllis an einem halbschattigen, kühlen Platz im Wohnraum lagern.
Die Ruhezeit dauert sechs bis acht Wochen. In dieser Phase sollte die Amaryllis nicht gegossen werden. Sobald die Amarylliszwiebeln neue Triebe zeigen, wird die Pflanze wieder an einen hellen Ort gestellt. Dann beginnt die neue Wachstumsphase. Diese Ruhephase ist entscheidend, damit die Amaryllis wieder zum Blühen kommt.
Wie topft man eine Amaryllis um?
Die Amaryllis wird umgetopft, wenn die Wurzeln zu wenig Platz haben oder die alte Erde verbraucht ist. Amaryllis umtopfen ist am besten im Spätsommer möglich, also bevor die Ruhezeit beginnt. Ein neuer Topf sollte nur wenig größer sein als die Zwiebel selbst. Die Zwiebel wird so eingepflanzt, dass ein Drittel der Zwiebel über der Erde bleibt.
Eine Mischung aus Blumenerde und etwas Blähton unten im Topf sorgt für eine gute Drainage. Wird die Amaryllis umgetopft, sollten die alten Wurzeln vorsichtig behandelt werden. Ein Topf mit frischer Erde ermöglicht eine kräftige neue Wachstumsphase. Nach dem Umtopfen sollte die Pflanze einige Tage nicht gegossen werden.
Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen – die Düngung

Die Amaryllis benötigt während der Wachstumsphase einen nährstoffreichen Dünger. Düngen Sie etwa alle zwei Wochen, sobald der Blütenstiel sichtbar ist. Während der Blütezeit kann weiter gedüngt werden, aber sparsam. Sobald die Ruhephase beginnt, darf nicht mehr gedüngt werden.
Ein ausgewogener Dünger sorgt dafür, dass die Pflanze gesund bleibt und Blütenstiele kräftig wachsen. Die Amaryllis pflegen bedeutet vor allem, den richtigen Zeitpunkt für das Düngen zu beachten. Zu viel Dünger kann die Zwiebel schädigen und verhindern, dass die Amaryllis im nächsten Jahr erneut blüht.
Wie pflanzt man eine Amaryllis richtig ein?
Eine Amaryllis-Zwiebel wird in einen Topf gesetzt, sodass lediglich zwei Drittel der Zwiebel in der Erde sitzen. Das Substrat sollte locker, durchlässig und humusreich sein. Die Amaryllis im Topf wird nach dem Einpflanzen an einen hellen Ort gestellt und zunächst nur sehr sparsam gegossen.
Damit die Amaryllis prächtig blüht, sollte die Zwiebel nicht zu tief gesetzt werden. Ein heller Ort, etwa im Wohnzimmer, fördert die Bildung eines kräftigen Blütenstiels. Wenn die Pflanze regelmäßig gegossen und richtig gepflegt wird, entwickelt sie wunderschöne Blütenstiele und eine beeindruckende Blüte.
Warum blüht die Amaryllis manchmal nicht?
Wenn die Amaryllis nur Blätter treibt, aber keine Blüten bekommt, liegt das meist an einer fehlenden Ruhephase. Ohne Trockenheit und Kühle kann die Amaryllis keine Blütenknospen bilden. Auch ein falscher Standort, zu wenig Licht oder zu viel Wasser verhindern die Blühphase.
Eine Amaryllis wieder zum Blühen zu bringen gelingt nur, wenn die Pflanze eine vollständige Ruhezeit erhält. Die Blütezeit hängt außerdem davon ab, wie gut die Pflanze während des Sommers gepflegt wurde. Wird die Amaryllis regelmäßig gegossen und ausreichend gedüngt, kann sie erneut zum Blühen bringen.
Fazit – Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen
Die Amaryllis ist eine beeindruckende Zimmerpflanze, die bei richtiger Pflege viele Jahre Freude bereitet. Entscheidend für eine erfolgreiche Blüte ist eine klare Abfolge aus Wachstumsphase, Blühphase und Ruhephase. Mit einem hellen Ort, mäßigem Gießen, ausreichendem Düngen und einer kühlen Ruhezeit lässt sich jede Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen.
Wer die Zwiebel richtig behandelt, sie im Spätsommer vorbereitet und im Winter gut pflegt, wird jedes Jahr mit neuen prächtigen Blüten belohnt. Die Amaryllis ist robust, dekorativ und mit wenig Aufwand eine der schönsten Pflanzen für die Advents- und Weihnachtszeit.
FAQs – „Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen“
Wie bekomme ich eine Amaryllis im nächsten Jahr wieder zum Blühen?
• Ruhephase einhalten
• Gelbes Laub stehen lassen, bis es komplett eingezogen ist
• Zwiebel trocken und kühl lagern
• Ab Herbst wieder an einen hellen Ort stellen
Wie übersommere ich Amaryllis?
| Zeitraum | Maßnahme |
|---|---|
| Frühjahr | regelmäßig gießen und düngen |
| Sommer | hell, warm, Topf an einen hellen Ort |
| Spätsommer | Gießen einstellen, Ruhephase einleiten |
Was tun, wenn die Amaryllis nur Blätter treibt?
• Wahrscheinlich keine Ruhezeit
• Zu warm oder zu feucht gelagert
• Zwiebel hat zu wenig Licht bekommen
• Ab Spätsommer Trockenphase einleiten
Wie bewahrt man Amarylliszwiebeln für das nächste Jahr auf?
• trocken und kühl lagern
• Temperatur zwischen 10–15 Grad
• Dunkel, luftiger Raum
• Zwiebel erst einpflanzen, wenn neue Triebe erscheinen








