Hautausschlag durch Milben: Ursachen und Behandlung
Hautausschlag durch Milben? Ein Hautausschlag durch Milben kann plötzlich auftreten, stark jucken und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Ob durch Krätzmilben, Hausstaubmilben oder Grasmilben – die winzigen Spinnentiere verursachen teils heftige allergische Reaktionen auf der Haut.
In diesem Artikel erfährst du, wie du die Symptome erkennst, welche Arten von Milben es gibt, welche Behandlung hilft und wie du einem Milbenbefall langfristig vorbeugen kannst.
Was sind Milben und warum verursachen sie Hautausschlag?
Milben sind winzige Spinnentiere, die überall in unserer Umgebung vorkommen – in Matratzen, Teppichen, Bettwäsche und sogar auf der Haut. Einige Arten, wie die Krätzmilben, bohren sich direkt in die oberste Hautschicht und legen dort ihre Eier ab. Andere, wie Hausstaubmilben, lösen eine allergische Reaktion aus, wenn ihr Kot oder ihre abgestorbenen Körperteile eingeatmet werden.
Ein Milbenbefall oder eine Milbenallergie kann daher Hautausschläge, Rötung, Juckreiz und Bläschen hervorrufen. Besonders stark sind die Symptome in der Nacht, wenn die Milben aktiv sind und die Hautstellen stärker gereizt werden.
Wie erkennt man einen Hautausschlag durch Milben?
Typische Symptome eines Milbenausschlags sind:
- Starker Juckreiz, der nachts meist am stärksten ist
• Gerötete Hautstellen oder kleine Pusteln und Bläschen
• Entzündung und Rötung durch Kratzen
• Feine Linien oder Tunnel in der Haut (typisch für Krätzmilben)
Je nach Milbenart sieht der Ausschlag unterschiedlich aus. Bei Hausstaubmilben entsteht die Reaktion meist durch Allergene in der Luft, während Krätzmilben direkt auf der Haut aktiv sind.
Was unterscheidet Hausstaubmilben von Krätzmilben?
Hausstaubmilben leben in Matratzen, Bettwäsche und Teppichen. Sie ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen und verursachen bei empfindlichen Personen eine allergische Reaktion – bekannt als Hausstauballergie. Typisch sind Niesen, laufende Nase und Hautausschlag, wenn das Immunsystem überreagiert.
Krätzmilben dagegen sind Parasiten, die direkt auf die Haut gelangen. Die weiblichen Milben bohren sich in die Haut, legen ihre Eier ab und verursachen die sogenannte Krätze (Scabies). Das führt zu starkem Juckreiz und einem typischen juckenden Hautausschlag durch Milben, vor allem zwischen den Fingern, am Handgelenk oder an der Hüfte.
Hautausschlag durch Milben – allergische Reaktion?

Die allergische Reaktion auf Hausstaubmilben entsteht, wenn der Körper überempfindlich auf die Ausscheidungen der Milben reagiert. Das Immunsystem stuft harmlose Allergene wie Kotpartikel als gefährlich ein, was zu Juckreiz und Hautausschlag führt.
Ein allergischer Milbenausschlag zeigt sich oft als juckender Hautausschlag, der sich durch Kratzen verschlimmern kann. In schweren Fällen treten Quaddeln, Pusteln oder Bläschen auf.
Welche Symptome sind typisch für Krätze (Scabies)?
Die Krätze ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Krätzmilben verursacht wird. Die Parasiten graben kleine Tunnel in die oberste Hautschicht, wo sie ihre Eier ablegen.
Typische Symptome sind:
- Extremer Juckreiz, besonders nachts
- Gerötete und entzündete Hautstellen, beispielsweise im Gesicht
- Feine Gänge oder Linien auf der Haut
- Kleine Pusteln oder Bläschen zwischen Fingern, an Ellenbogen, Genitalien oder am Bauch
Unbehandelt kann die Krätze chronisch werden und zu sekundären Infektionen führen.
Wie kann man Milben ausschalten und den Ausschlag behandeln?
Die Behandlung von Milbenbissen oder Milbenbefall hängt von der Ursache ab.
Bei Krätze (Scabies):
- Medikamentöse Behandlung mit speziellen Cremes oder Lotionen, die direkt auf die Haut aufgetragen werden
- Krätze Behandlung meist mit Permethrin-Creme, um Milben und ihre Eier abzutöten
- Regelmäßiges Waschen der Bettwäsche und Kleidung bei mindestens 60 °C
Bei Hausstaubmilbenallergie:
- Nutzung von Encasings (spezielle milbendichte Bettbezüge)
- Regelmäßiges Waschen der Bettwäsche
- Reduzierte Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer (unter 50 %)
- Staubsaugen mit HEPA-Filter, besonders Teppich und Matratze
Zur Linderung von Juckreiz helfen Antihistaminika, hausgemachte Hausmittel wie Aloe Vera, Kokosöl oder kalte Umschläge.
Hautausschlag durch Milben – Wie gefährlich ist das?
Ein Milben-Ausschlag ist in den meisten Fällen nicht gefährlich, kann aber sehr unangenehm sein. Gefährlich wird es, wenn sich die betroffenen Stellen entzünden oder durch ständiges Kratzen offene Wunden entstehen.
Bei Krätze besteht zudem ein hohes Risiko der Ansteckung, daher sollte eine Behandlung immer ärztlich begleitet werden. Besonders bei Kindern, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist schnelle Therapie wichtig.
Wie lässt sich ein Milbenbefall vermeiden?
Einige einfache Maßnahmen helfen, Milben vorzubeugen:
- Regelmäßig waschen der Bettwäsche und Kleidung bei 60 °C
- Matratzen regelmäßig reinigen oder austauschen
- Encasings verwenden, um Milbenbefall zu verhindern
- Luftfeuchtigkeit reduzieren – Milben mögen keine trockene Luft
- Teppiche regelmäßig absaugen oder vermeiden
- Kuscheltiere und Decken regelmäßig waschen
Wer empfindlich reagiert, sollte außerdem regelmäßig Lüften und die Schlafqualität verbessern, indem man allergenarme Materialien verwendet.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn:
- Der Juckreiz stark ist oder länger als eine Woche anhält
- Rötungen, Bläschen oder Pusteln sich verschlimmern
- Verdacht auf Krätze oder Milbenbefall besteht
- Hausmittel keine Linderung bringen
Ein Hautarzt kann die genaue Ursache feststellen, etwa durch eine Hautprobe, und die passende Behandlung verschreiben.
Fazit – Hautausschlag durch Milben
Ein Hautausschlag durch Milben kann viele Ursachen haben – von Krätzmilben bis Hausstaubmilben. Wichtig ist, die Symptome früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Eine Kombination aus medikamentöser Behandlung, Hygienemaßnahmen und Vorbeugung sorgt dafür, dass der Ausschlag schnell abklingt und ein erneuter Befall vermieden wird.
Wer unter Juckreiz, Rötung und Hautausschlägen leidet, sollte nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen – denn nur so lässt sich die Ursache effektiv bekämpfen und die Hautbarriere langfristig stärken.
FAQs: „Hautausschlag durch Milben“
Wie sieht Milben-Hautausschlag aus?
Ein Milben-Hautausschlag zeigt sich meist als kleine Pusteln oder Bläschen, begleitet von Rötung und starkem Juckreiz. Bei Krätzmilben sind oft feine Linien auf der Haut sichtbar – ein Hinweis darauf, dass die Milben Tunnel in die Haut gebohrt haben.
Wie bekommt man Milbenausschlag weg?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.
- Bei Krätze helfen Cremes mit Permethrin oder Benzylbenzoat, die Milben und ihre Eier abtöten.
- Bei Hausstaubmilbenallergie helfen Encasings, regelmäßiges Waschen der Bettwäsche und Antihistaminika, um Juckreiz zu lindern.
- Hausmittel wie Aloe Vera oder Teebaumöl können die Haut beruhigen.
Woher weiß ich, ob ich Milben habe?
Anzeichen für Milbenbefall sind juckende Hautstellen, Bläschen, Rötung und Pusteln. Bei Krätze zeigt sich der Ausschlag häufig zwischen Fingern, an Ellenbogen, Bauch oder Genitalien. Eine ärztliche Hautuntersuchung kann Gewissheit geben.
Wo fängt die Krätze als Erstes an?
Die Krätze beginnt meist an dünner Haut – etwa zwischen den Fingern, am Handgelenk, unter den Achseln oder am Bauchnabel. Auch Genitalbereich und Ellenbogen sind häufig betroffen. Der Juckreiz ist besonders nachts am stärksten.








